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8 Tipps zur Makrofotografie für mehr Kreativität

Der Frühling ist da und überall öffnen sich Blumen. Es ist die Jahreszeit, um Makros in der Natur aufzunehmen und die Natur zu geniessen. Aber Vorsicht, Makrofotografie kann süchtig machen! Diese acht Tipps für die Makrofotografie helfen dir dabei, mehr Möglichkeiten zur Verbesserung deiner eigenen kreativen Nahaufnahmen zu erkennen.

Das richtige Licht für die Makrofotografie

Was ist die Fotografie ohne Licht? Ohne Zweifel sind die frühen Morgenstunden, wie auch am späten Nachmittag bis nach Sonnenuntergang meine bevorzugte Zeit zum fotografieren. Am Morgen wenn die ersten Sonnenstrahlen über eine mit Morgentau übersähte Wiese streifen, glitzert und funkelt es an allen Ecken, man kann wunderbare Momente einfangen. Noch lieber fotografiere ich am späten Nachmittag, wenn die Sonne schon einen sehr tiefen Stand hat, die Strahlen nicht mehr stark sind und das Licht immer weicher und wärmer wird, dann schlägt mein Makrofotografen-Herz höher. Für beides gilt jedoch dass man nicht sehr viel Zeit hat. Das Licht verändert sich im Minutentakt oder schneller und der Zauber ist oft von kurzer Dauer. Deshalb, für mein Makrofotografie Tipp 1 empfiehlt es sich vorgängig den Standort und die möglichen Motive genau zu prüfen, um dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

 

Weiches Licht für bessere Makrofotos

Was aber ist, wenn man auch tagsüber auf ein wunderbares Motiv trifft, oder es sich einfach nicht einrichten lässt, am Morgen oder am Abend zu Fotografieren? In der Makrofotografie fotografieren wir kleine, überschaubare Motive und ich bin immer mit einem kleinen Diffusor (sowie einem weissen Studio-Schirm) und meistens auch einem Reflektor unterwegs. Ist das Licht zu hart kann ich - Makrofotografie Tipp 2 - das Blümchen abschatten und wenn nötig mit einem Reflektor wieder ein bisschen aufhellen ohne dass das Licht zu hart wirkt. Der Reflektor brauche ich meistens bei Aufnahmen im Gegenlicht. Das harte Licht lässt die Farben blass wirken, es gibt einen harten Schatten und die Blütenränder wirken oft ausgewaschen. Auch bei bedecktem Himmel, er wirkt wie ein natürlicher Diffusor, lässt es sich den ganzen Tag gut fotografieren. Die natürlichen Farben und Strukturen kommen dann gut zur Geltung. 

Direkter Sonnenschein, kein Diffusor.
Sonnenschein durch Diffusor
Studioschirm als Diffusor und Reflektor welcher das Gegenlicht ausbalanciert.

Achte auf deinen Makrofotografie Hintergrund

 

Fast noch wichtiger als das Motiv ist für mich der Hintergrund. Er ist ausschlaggebend, lässt sich kaum verändern und ist oft das bekannte Tüpfelchen auf dem „i“! Das dankbare an der Makrofotografie ist ja, dass ich mich (meistens) sehr gut um mein Motiv bewegen kann. Makrofotografie Tipp 3: Ich kann es von verschiedenen Perspektiven anschauen, bewege mich so lange (oft genügen nur wenige Zentimeter), bis das Blümchen oder wie hier der Pilz im richtigen Licht steht. So kann man entweder störenden Bildelementen aus dem Weg gehen oder sich ein plötzlicher Lichteinfall zu nutze machen. Ich wähle einen Hintergrund der zu meinem Motiv passt, besser noch, ihn aufwertet. Er sollte auf keinen Fall vom Motiv ablenken. Ich versuche nicht immer in die gleiche Richtung zu fotografieren. Oft ist man so vertieft in das Motiv und vergisst, dass in der gegenüberliegenden Richtung gerade etwas Wunderbares passiert!

Experimentiere mit dem Fotografieren durch den Vordergrund.

Nach dem Hintergrund trägt auch der Vordergrund viel zu einem gelungenem Bild bei. Makrofotografie Tipp 4: Warum nicht durch vorhandene Pflanzenteile, herabhängende Bläter, Äste etc. fotografieren? Gerade in der Makrofotografie mit der geringen Schärfentiefe, können wir gestalterisch sehr schöne, interessante Fotos machen. Die unscharfen Lichtblumen, wie auch die Blätter beim Pilz sind im Vordergrund.

Hauptvorteile von Makrofoto-Aufnahmen

Nirgends sonst in der Fotografie kann man so nahe an das Motiv gehen wie in der Makrofotografie. Machen wir das uns zu nutzen. Makrofotografie Tipp 5: Gerne fülle ich den Sensor mit meinem Motiv so, dass der Hintergrund ganz ausgeblendet ist. So kann man störende Teile ganz ausblenden, es erlaubt es mir meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und eine Blume auf eine abstrakte Art zu fotografieren, so dass sie nicht mehr als solche erkannbar ist.

Nahaufnahme von einem Krokus

In der Makrofotografie haben wir eine so geringe Schärfentiefe, dass bei jedem Milimeter etwas anders im Fokus liegt. Des einen Freud ist des anderen Leid. Makrofotografie Tipp 6: Ich mache mir diese knappe Schärfentiefe zu nutzen, um gewöhnliche Motive abstrakt zu fotografieren und es so eine ganz andere Bildwirkung ergibt. Ich fotografiere gerne mit sehr offener Blende. Wird mit einem Lupenobjektiv oder Balgengerät fotografiert, also bei zunehmendem Abbildungs-Massstab, verstärkt sich dieser Effekt. Alternativ kann man Zwischenringe oder Nahlinsen verwenden, die kosten viel weniger als ein neues Objektiv.

 

Finde deine ideale Position für die Makrofotografie

Gibt es DIE ideale Position in der Makrofotografie? Ich würde sagen, es gibt nicht nur eine ideale Position, es gibt viele. Je nachdem was ich zeigen möchte, was mein Bild vermitteln soll, wähle ich die entsprechende Position. Ein weiterer Vorteil in der Makrofotografie ist, dass wir unser Motiv von verschiedenen Seiten und Blickwinkeln fotografieren können. Makrofotografie Tipp 7: Meine bevorzugte Position ist die Käferperspektive, weil es uns eine Sichtweise ermöglicht, die uns nicht vertraut ist und wir beim Vorbeigehen in der Regel die Motive nie so sehen. Oft bekomme ich zum Beispiel dank dem Himmel einen sehr leichten, luftigen Hintergrund, der das oft zarte Motiv noch feiner und zerbrechlicher wirken lässt. Solltest du im Wald auf eine reglos am Boden liegende Person treffen, dann bitte nicht erschrecken, es ist bestimmt eine Makrofotografin, die gerade konzentriert am Fotografieren ist. Oft hatte ich schon amüsante Begegnungen, weil mir Spaziergänger zu Hilfe eilen wollten. Dabei suchte ich nur nach dem besten und tiefsten Standpunkt um mein Blümchen oder Pilz am fotogensten fotografieren zu können.

Wann habe ich das richtige Makrofoto gemacht?

Wie überall in der Fotografie, ansprechende und erfolgreiche Fotos beginnen mit dem Sehen. Es ist jedoch keine leichte Aufgabe. Als kreative Makrofotografin suche ich ein Motiv, dass mich anspricht und in dem ich das Potenzial finde, meine Vorstellungen umzusetzen. Fotografie lehrt schauen und beobachten, nicht jedes Blümchen eignet sich für eine Nahaufnahme, ich schaue sehr genau hin und nehme Sachen wahr, die der normale Betrachter erst gar nicht sieht. Makrofotografie Tipp 8: Etwas vom Wichtigsten ist, dass man hinter der Kamera ständig an das fertige Bild denkt und so sinnvolle Entscheidungen trifft. Das Sehen des Motives hat bereits denselben kreativen Stellenwert, wie die spätere Umsetzen während dem Fotografieren. Ich sehe oft, dass Makrofotografen viel zu schnell von einem zum anderen Motiv wechseln, sie nehmen sich nicht die Zeit sich richtig mit dem gewählten Sujet auseinander zu setzen. Nicht selten verbringe ich eine halbe Stunde oder mehr an einem Motiv, versuche das Beste heraus zu holen, um dann das fast perfekte Foto machen zu können. Wenn ich es gemacht habe, schaue ich mir das Bild auf dem Bildschirm kritisch an, überzeugt es mich, ist gut, wenn nicht, habe ich noch nicht fertig fotografiert und suche weiter!

Kameraunterstützung für Makroaufnahmen

Bonus-Tipp: Viele beginnende Makrofotografen haben Schwierigkeiten, ihre Kameras beim Aufnehmen von Makrofotos zu stabilisieren. Stative können sehr hilfreich sein, aber manchmal ist es schwierig, mit ihnen zu arbeiten. Wenn du mit deinem Stativ nicht "zurecht kommst", kann dies deine Kreativität blockieren. Ein einfaches Linsenkissen kann eine sehr einfache und kostengünstige Möglichkeit sein, deine Kamera zu stabilisieren, während du am Boden arbeitest.

Viewfinder Center Makrofotografie-Tagesausflüge

Wenn du nicht sicher bist, wo du die besten Themen für die Makrofotografie findest, oder wenn du neue Fähigkeiten von unseren Experten erlernen möchtest, begleite Viewfinder Center zu einem Tagesausflug zum Thema Makrofotografie. Unsere Tagesausflüge besuchen einige der verborgenen Schätze der Schweiz und die Logistik wird für dich erledigt. Die Instruktoren führen das ganze Jahr über Tagesausflüge durch, sodass du aus einer Vielzahl davon auswählen kannst. Spannende Fotografie Kurse und exklusive Fotoreisen mit Viewfinder Center sind eine grossartige Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen, Vertrauen in deine Kamera zu gewinnen und dein Makrofotografie-Portfolio aufzubauen. Unsere Gruppengrössen sind klein und geben jedem Teilnehmer die Möglichkeit, durchdachte, personalisierte Anweisungen von unseren erfahrenen Ausbildern zu erhalten. Mach dein nächstes kreatives Abenteuer mit Viewfinder Center und bring deine Makrofotografie weiter!